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Reiki und Chakren – warum sie im ursprünglichen Reiki gar nicht vorkommen

  • Autorenbild: Melli
    Melli
  • 12. März
  • 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen glauben, dass Reiki automatisch mit Chakrenarbeit verbunden ist. In vielen Ausbildungen wird das Chakrensystem bereits im ersten Grad unterrichtet und gehört für viele Praktizierende ganz selbstverständlich zur Behandlung dazu.

Interessanterweise war das ursprünglich gar nicht so.

Im Reiki-System, das Anfang des 20. Jahrhunderts von Mikao Usui entwickelt wurde, spielten Chakren keine zentrale Rolle. Die Praxis konzentrierte sich vor allem auf Energieübertragung über die Hände, Meditation und persönliche Entwicklung.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Chakrenarbeit nicht sinnvoll ist – sie stammt lediglich aus einer anderen energetischen Tradition.

Heute verbinden viele Praktizierende beide Systeme miteinander.


Warum Chakren trotzdem häufig im Reiki unterrichtet werden


Als Reiki später im Westen verbreitet wurde, wurde das System an viele bestehende spirituelle Konzepte angepasst. Dazu gehörte auch die Chakrenlehre, die ursprünglich aus der indischen Tradition stammt.

Gerade im ersten Reiki-Grad (Shoden) wird das Chakrensystem heute oft mitgelehrt. Der Grund dafür ist einfach: Es hilft vielen Menschen, energetische Prozesse im Körper besser zu verstehen und gezielter wahrzunehmen.

Für viele Reiki-Praktizierende ist es daher ganz natürlich geworden, Chakrenarbeit in die Behandlung einzubauen.

Auch ich arbeite mit Chakren – allerdings nicht nach einem starren Schema.


Chakrenarbeit als Ergänzung zur Reiki-Behandlung


In meiner Arbeit nutze ich Chakrenarbeit oft als Ergänzung.

Während einer Sitzung konzentriere ich mich zunächst auf den natürlichen Energiefluss des Reiki. Am Ende der Behandlung spüre ich meist, ob ein Chakrenausgleich sinnvoll ist.

Wenn ich merke, dass ein Energiezentrum besonders viel Aufmerksamkeit braucht, mache ich zum Abschluss einen Chakrenausgleich.

Das kann helfen, die Energie im Körper wieder gleichmäßiger zu verteilen und die Behandlung harmonisch abzurunden.

Auch für mich selbst gehört Chakrenarbeit zum Alltag. Ich mache regelmäßig einen kurzen Chakrenausgleich, um meine eigene Energie wieder in Balance zu bringen.


Die sieben Hauptchakren


In den meisten Reiki-Ausbildungen werden vor allem die sieben Hauptchakren vermittelt. Sie verlaufen entlang der Wirbelsäule und werden häufig mit bestimmten Themen, Emotionen und Lebensbereichen verbunden.


Hier eine kurze Übersicht:

Wurzelchakra

Ort: Basis der Wirbelsäule

Themen: Sicherheit, Stabilität, Urvertrauen

Mögliche Anzeichen einer Blockade: Gefühl von Unsicherheit, Existenzängste, fehlende Erdung


Abbild vom Wurzelchakra

Sakralchakra

Ort: Unterbauch

Themen: Emotionen, Kreativität, Lebensfreude

Mögliche Anzeichen einer Blockade: emotionale Schwankungen, kreative Blockaden, Schwierigkeiten Gefühle zuzulassen


Abbild vom Sakrlchakra

Solarplexuschakra

Ort: Oberbauch

Themen: Selbstwert, persönliche Kraft, Selbstvertrauen

Mögliche Anzeichen einer Blockade: Selbstzweifel, Gefühl von Kontrollverlust, innere Unsicherheit


Abbild vom Solarplexuschakra

Herzchakra

Ort: Mitte der Brust

Themen: Liebe, Mitgefühl, Verbindung

Mögliche Anzeichen einer Blockade: Schwierigkeiten Vertrauen aufzubauen, emotionale Verletzungen, Rückzug

Abbild vom Herzchakra

Halschakra

Ort: Halsbereich

Themen: Kommunikation, Wahrheit, Selbstausdruck

Mögliche Anzeichen einer Blockade: Probleme sich auszudrücken, Dinge „hinunterschlucken“, Angst vor Konflikten

Abbild vom Halschakra

Stirnchakra (Drittes Auge)

Ort: zwischen den Augenbrauen

Themen: Intuition, innere Wahrnehmung, Klarheit

Mögliche Anzeichen einer Blockade: Gedankliche Unruhe, Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen

Abbild vom Stirnchakra

Kronenchakra

Ort: Scheitel

Themen: Bewusstsein, Spiritualität, Verbindung zum größeren Ganzen

Mögliche Anzeichen einer Blockade: Gefühl von innerer Leere oder Orientierungslosigkeit

Abbild vom Kronenchakra

Es gibt weit mehr als nur sieben Chakren


Obwohl in vielen Ausbildungen hauptsächlich die sieben Hauptchakren gelehrt werden, geht die energetische Tradition eigentlich von deutlich mehr Energiezentren im Körper aus.

Neben den großen Chakren gibt es auch viele kleinere Chakren, zum Beispiel in den Händen, Füßen oder Gelenken.

Gerade in der Energiearbeit können diese ebenfalls eine Rolle spielen, da sie den Energiefluss im gesamten Körper unterstützen.

Die sieben Hauptchakren sind daher eher eine vereinfachte Orientierung, mit der viele Menschen beginnen.


Reiki und Chakren – zwei Systeme, die sich gut ergänzen können


Auch wenn Chakren ursprünglich nicht zum Reiki-System gehörten, können beide Ansätze sehr gut zusammenarbeiten.

Reiki bringt Ruhe, Ausgleich und Energiefluss in den Körper. Chakrenarbeit kann dabei helfen, bestimmte Bereiche bewusster wahrzunehmen und gezielt zu unterstützen.

Für mich geht es dabei nicht darum, ein System strikt zu befolgen, sondern die Methoden so zu nutzen, dass sie dem Menschen wirklich helfen.

Manchmal braucht der Körper einfach nur Ruhe. Manchmal zeigt sich aber auch, dass ein bestimmtes Energiezentrum mehr Aufmerksamkeit braucht.

Und genau dafür kann Chakrenarbeit eine wertvolle Ergänzung sein.

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